Zusammenfassung


Die Reise | Fotos | Geld | Fakultativausflüge | Die Sprache | Hotels | Kleidung
Zeit | Flugzeuge | Literatur | Der Bericht | Software | Dank


Die Reise

Das Angebot 'Der Goldene Westen' entstammt dem TUI-Katalog USA 1998. Örtlicher Veranstalter ist aber die Firma ATI Travel, meines Wissens mit Sitz in L. A. (In der Nähe des LAX stand jedenfalls ein dicker Bau mit deren Logo). TUI bietet unter dem Namen Western Discovery eine weitaus längere Reise an, aus der 'Der Goldene Westen' einen Ausschnitt darstellt. Offenbar ist das ganze eine Art Baukastensystem, und man hat die Möglichkeit, an einer beliebigen Stelle einzusteigen und die Rundreise nach Belieben zu beenden. Zwei Teilnehmer verblieben auf diese Weise in San Francisco, worum ich sie natürlich ohne Ende beneide...

Der Preis bei drei Mitreisenden liegt bei knapp 850 Mark pro Person, inklusive Übernachtungen, Gebühren, Kofferservice. Ich halte das für einen durchaus akzeptablen Preis, allerdings sind darin noch keine Fakultativausflüge enthalten, die, da wir so ziemlich alle mitmachten, noch mal ungefähr 270 Mark pro Person kosteten. Wenn man jedoch bedenkt, daß die Hotelzimmer in der Regel 90 Dollar pro Nacht und Nase gekostet hätten, wenn man privat gereist wäre, dann verkraftet man solche Nebenausgaben recht gut.

Hin- und Rückflug mit British Airways lag im Bereich von 1150 Mark, allerdings sollte man bei einem solchen Unterfangen sehr genau auf Sonderangebote achten! Unser Reisebüro übersah ein solches, mit dem wir EINIGES hätten sparen können...

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Fotos

Dieses Bild konnte ich nirgends unterbringenIch schoß während dieser elf Tage ziemlich genau 620 Dias, was sechzehneinhalb 36er-Filmen entspricht. Dabei bediente ich mich meiner guten alten Minolta XG-M (sowas Feines wird heute gar nicht mehr gebaut!) und schraubte vor selbige entweder Vatterns 28-70mm-Zoom oder mein eigenes 135mm-Tele. In seltenen Fällen, insbesondere bei düsterer Umgebung, griff ich auch mal auf mein 50mm-Objektiv zurück (Anfangsöffnung 1:1,4), so etwa für das Nachtbild der Transamerica Pyramid. (Die Verschlußzeiten waren trotzdem nichts für Kaffeetrinker!)
Ich belichte aus Überzeugung ausschließlich Diafilme. In diesem Fall hatte ich mir 20 Ektachrome 100 angeschafft - aus einem schlichten Grund: Sie waren billig (6,- das Stück incl. Entwicklung) und kamen trotzdem nicht aus Leverkusen. ;-)
Was nun das Thema Zoll und Durchleuchten betrifft, so machten meine Filme das viermal mit, ohne auch nur im geringsten Schaden zu nehmen. Anscheinend ist das entweder ein Problem aus vergangenen Zeiten oder Panikmache der Industriezweige, die Filmsafes und ähnliches verkaufen.

Das einzige Stück Ausstattung, das ich sonst noch mit mir herumschleppte, war ein Zirkularpolfilter. Kein einziges Bild entstand mit Blitzlicht; dafür war Muttern zuständig!

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Geld

Der Dollar stand zum Zeitpunkt der Reise bei etwa DM 1,83. Das Preisniveau, das sich daraus ableitete, stellte sich recht durchwachsen dar; einerseits war es kein Problem, für 70 Mark zu frühstücken, andererseits waren Lebensmittel oder auch Speisen zu vollkommen vernünftigen Preisen zu haben. (Riesengroße Pizza im Yosemite Visitor's Center für 16 Mark, große Packung Kekse in Modesto ein Dollar...)

Keith Haring - Plakat Werbung für die Keith Haring-Ausstellungen in San Francisco
© Großfamilie B.
Vollkommen blöde sind dagegen zwei Sitten: Trinkgeld und Steuer.
Jeder erdenkliche Bedienstete hat ein moralisches Anrecht auf Trinkgeld, auch wenn er ein astronomisches Einkommen hat. Das Komplizierte daran ist, daß man in Restaurants nie so recht weiß, ob und was und wieviel, da auf manchen Rechnungen bereits ein Betrag unter 'Gratuity' steht, den man gar nicht glauben mag!
Nun gibt es hierzulande eine Mehrwertsteuer, die fast doppelt so hoch ist wie die im Staate Kalifornien, doch hat unsere einen entscheidenden Vorteil: Sie ist stets im Preis enthalten, wenn man etwas kauft. Anders dort: Auf jeden Preis werden an der Kasse 8,25% draufgeschlagen! Das hat zwei Nachteile. Zum einen hat man immer zuwenig Geld in der Hand, da man wieder nicht daran gedacht hat, zum anderen entstehen auf diese Weise Beträge, die jeder Beschreibung spotten! Aus 3,99 wird 4,32; aus 25 Dollar werden 27,06 - fröhliches Wühlen allerseits!

Und noch einen Vorteil hat unser Geld gegenüber dem amerikanischen - man kann die Scheine voneinander unterscheiden! Da bereits ein Dollar nur als Schein erhältlich ist, hat man zwar selten viele Münzen in der Börse (was sich bei den krummen Preisen dann wieder rächt...), dafür schleppt man aber Unmengen von Scheinen durch die Lande, die sich äußerlich zunächst so wenig voneinander unterscheiden, daß man bei jedem Bezahlen ins Rotieren gerät. Ich selbst gab es irgendwann auf, den Plunder zu sortieren, und steckte mir den ganzen Ramsch einfach in die Hosentasche, zog beim Bezahlen ein riesiges Bündel hervor und fledderte den Kram seufzend auseinander...

Viele hatten uns vorab zur Anschaffung einer Kreditkarte geraten, und wir sind diesem Rat nachgekommen, benutzten das Ding dort drüben aber kein einziges Mal! Bargeld wurde überall anstandslos akzeptiert, und unsere Traveller-Cheques benutzten wir lediglich zum Bezahlen der Fakultativausflüge. (Eine absolut reibungslose Geschichte übrigens!)

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Fakultativausflüge

Praktisch jeden Tag wurden Unternehmungen angeboten, die nicht in der Reise enthalten waren und an denen man nach Lust und Laune teilnehmen konnte oder auch nicht. Konkret waren das etwa die Las Vegas Night Tour, San Francisco bei Nacht, die Bay Cruise oder auch die Universal Studios. Nicht mitzumachen bedeutete absolut keinen Nachteil, da man überall ebensogut selbst etwas unternehmen konnte, aber ein jeder der Ausflüge hat sich absolut gelohnt.
Wenn man eine solche Reise bucht, sollte man aber auf jeden Fall die Kosten für diese Ausflüge (s. o.) einkalkulieren!

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Die Sprache

Mann's Chinese Theater
Mann's Chinese Theater
Quelle: Viva Twin Reiseführer

Kalifornier sprechen ein ausgesprochen deutliches und gut verständliches Englisch, selbst diejenigen, die nicht berufsmäßig ständig mit Touristen zu tun haben (So etwa Busfahrer, Bedienungen oder auch Passanten, die wir nach dem Weg fragten). Womit man selbstverständlich Schwierigkeiten bekommt, sind Speisekarten, die die unmöglichsten Begriffe enthalten können. In Barstow wurde ich bei der Bestellung gefragt, ob ich auch das ????-Topping haben wollte. Keine Ahnung! Die Frage, worum es sich denn dabei handelte, brachte mir einen ellenlangen Redeschwall ein, nach dem das eine Delikatesse sondergleichen gewesen sein muß! Ich bestellte es, weiß aber bis heute nicht, ob damit nicht einfach nur der Klumpen Käse in meinem Sandwich gemeint war...

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Hotels

Der Blick auf die Preislisten, die teilweise in den Hotelzimmern ausgehängt waren, ließ mir ohne Vorwarnung die Kinnlade runterklappen - wir residierten hier in Zimmern, die ohne Mühe einhundert Dollar oder mehr am Tag kosteten! Ich nehme mal an, daß ATI entsprechende Verträge mit den Hotelketten hat, durch die die Übernachtungskosten erheblich fallen, wovon die Hotels natürlich ebenso profitieren, da sie damit rechnen können, ihre Räume garantiert voll zu bekommen.
An den Hotels gab es absolut nichts auszusetzen. Jedes Zimmer war komfortabel und gepflegt, in vielen Häusern gab es Pools, die kostenlos benutzt werden konnten, und wir hatten überall unsere Ruhe. Für unsereinen sind natürlich Klimaanlagen ungewohnt, aber im allgemeinen hatten wir keine Probleme damit, auch wenn ich gern mal ein Fenster geöffnet hätte - man kommt sich irgendwie seltsam vor, wenn man in einem künstlich gekühlten Raum sitzt, während draußen herrlichstes Sommerwetter herrscht.
Wenn man es gewohnt ist, des öfteren zu duschen, sollte man sich vielleicht einen Fön mitnehmen, da der nicht auf allen Zimmern zu finden ist. Wir behalfen uns damit, an der Rezeption nachzufragen, und bekamen dann umgehend einen Fön ins Zimmer gebracht. Das geht zwar ohne Probleme, ist aber vergleichsweise trinkgeldintensiv!

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Kleidung

Daß 'It never rains in Southern California' nicht zwangsläufig zutreffen muß, besagt nicht nur der weitere Text des gleichnamigen Songs - wir bekamen die Pladderei am eigenen Leib zu spüren! Für Reisen in den Sommermonaten kann man sich aber relativ gefahrlos auf Sommerwetter einstellen; selbst wenn es mal regnete, war es doch nie unangenehm kühl. Mit einer einzigen langen Hose ist man bestens bedient, nicht zuletzt zumal man sich ja zur Not einfach eine zweite vor Ort kaufen kann. - Oder etwa doch nicht?

Auf der Suche nach den sagenhaft günstigen Levi's Jeans verliefen wir uns in L. A. in einen Outlet Store, wo es tatsächlich besagte Jeans ab 35 Dollars zu kaufen gab! Nicht schlecht - für sechzig Mark wird man hierzulande kaum fündig werden.
Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaber:
Wem um alles in der Welt passen solche Dinger? Um sich in so eine 501 oder 505 hineinzwängen zu können, muß man wahrscheinlich erst einen Bulimie-Grundkurs belegen, ich hatte jedenfalls keine Chance! Selbst die Hosen, die eigentlich meine Maße hatten, waren so ulkig geschnitten, daß ich diverse Teile nicht schmerzfrei darin unterbringen konnte. Entweder sind Amerikaner mit einem anderen Körperbau gesegnet, oder das ganze ist eine groß angelegte Touristenverarsche...

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Zeit

Die amerikanische Westküste hängt uns neun Stunden hinterher. Die Zeitumstellung bei der Hinreise gestaltete sich fast problemlos, der Anreisetag war eben etwas länger als gewohnt.
Ganz arg erwischte uns der Jetlag allerdings, als wir wieder zuhause waren. Auch wenn wir uns gleich wieder in den Alltag stürzen durften, die Müdigkeit blieb. Nach vier Tagen hatte ich dann die Nase voll und erledigte die Angelegenheit auf meine Weise: Ich hatte noch ungefähr 350 Dias zu rahmen und opferte die Nacht auf den 26. Juni dafür. Morgens um fünf waren alle Dias abgearbeitet, und einen äußerst schlappen Tag später war der Jetlag wie weggeblasen...

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Flugzeuge

Route Typ Passagiere Reichweite (km) Geschwindigkeit (km/h) Länge (m) Spannweite (m)
Hannover - London 757 195 5590 903 47,3 37,9
London - Los Angeles und zurück 747-400 426 11485 927 70,7 64,9
London - Hannover A320 149 3717 853 37,6 33,9

Boeing 757

Boeing 757

Boeing 747-400

Boeing 747-400

Airbus A320

Airbus A320

Quelle (Bilder und Daten): British Airways

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Verwendete Literatur

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Dieser Reisebericht...

...entstand zwischen Juli 1998 und März 1999 in Lauenau auf meinem guten alten Pentium 75. Trotz dieser Vorkriegsmaschinerie kamen rund 200k Html und rund 100 Bilder mit insgesamt 960k zusammen.
Der ganze Bericht besteht aus ungefähr 21000 Wörtern und ergäbe als Ausdruck in 10 Punkte-Schrift 34 Seiten.

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Verwendete Software

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Vielen Dank an:

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